Naturerlebnistag 2017

Es ist ja schon Tradition: Am Muttertag im Mai ist auch Naturerlebnistag in Falshöft. So auch in diesem Jahr. Mit Spannung hatten wir in den vorangegangenen Tagen die Wetterentwicklung beobachtet, denn davon ist nun mal bei einem Fest, das draußen stattfindet, ganz viel abhängig. Aber wir hatten Glück: Die Sonne strahlte und die Menschen auch! So besuchten wieder sehr viele Besucher*innen die Veranstaltung mit ihren zahlreichen Ständen.

Der NABU Ostangeln hatte in diesem Jahr die Insekten zum Thema gemacht.

Die Entwicklung der Insektenpopulation in Deutschland ist erschreckend. So geht 2016 aus Zahlen des Landesamtes für Umwelt in Nordrheinwestfalen hervor, dass schon 75% der Insekten verschwunden sind . So bot der NABU einfache Möglichkeiten an, den Insekten durch artgerechte künstliche Bruthilfen und „Wohnstätten“ zu helfen. Es wurden Insektenhotels als „mehrstöckige Bauwerke“ oder einfach als Stammabschnitte mit vielen Bohrungen hergestellt. In den mehrstöckigen Insektenhotels wurden die Fächer mit unterschiedlichen trockenen Materialien gefüllt, z.B. Schilfgrasrohrstücke, Kiefernzapfen, Heu, Sägespänen und Holzstücken die mit gebohrten Löchern (8mm Durchmesser, ca. 7 cm tief) versehen wurden. Hier legen Solitärbienen ihre Eier ab und verschließen den Hohlraummit einer Art „Zement“-spachtel, den sie selber herstellen. Die Eier werden zumeist zusammen mit einem erbeuteten Insekt dort eingeschlossen. Die Beute dient der Ernährung des Eis und später der Larve, die dann im nächsten Jahr wieder als fertiges Insekt die Brutröhre verlässt.

  • Christoph hilft

Zusätzlich wurden als Quartier für Ohrwürmer Tonblumentöpfe mit Stroh oder Heu gefüllt, welche man dann im Obstgarten in die Bäume hängen kann. Ohrwürmer sind nämlich beste Helfer im Garten gegen Blattlausbefall.

  • Eva und Felix bieten ein Quartier für Ohrwürmer

An einem zweiten Stand machte Holger Tüxen Angebote zum Thema Gesteine. So konnten die Besucher*innen „Gold“-waschen und Gesteinsarten entdecken. Außerdem konnte man in einem Aquarium Süßwasserlebewesen beobachten.

  • beim "Gold"-waschen

Aber es gab auch viele andere Stände auf dem Gelände des Naturerlebnistages, z.B. die Jäger boten Nistkastenbau an,  der Natur- und Waldkindergarten war vertreten, es gab eine Feuerstelle, wo man Stockbrot backen konnte, ein Holzdrechsler bot die Möglichkeit, selber etwas zu drechseln – und zwar ohne elektrischen Strom – Pferde, Schafe und zwei Galloway-Rinder waren als vierbeinige Vertreter dabei sowie ein Stand für die Verarbeitung von Seegras zu Decken und Kissen. Außerdem konnten sich die Kinder in einer Strohburg vergnügen und für das leibliche Wohl war mit einem Kuchen- und Getränkestand des Fördervereins Integrierte Station Geltinger Birk e.V. und einem Imbisswagen mit Bioland-Wurst und Frikadellen vom Gallowayrind des Rinderbetriebes Bunde Wischen eG bestens gesorgt.

 

Es war ein gelungenes Fest mit einem guten Informations- und auch praktischem Angebot zum Thema Natur.

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