Allgemein

Irgendwas ist da doch anders als sonst…???

Hier erfährt man mehr über die derzeitigen Veränderungen im Naturschutzgebiet!

Ein junger Uhu auf der Birk!

Es ist eine große Freude! Auf der Geltinger Birk gibt es einen Uhu. Das ist nicht ganz neu, aber jetzt war der Tag gekommen, an dem der Uhu-Junior offiziell registriert wurde.

Das bedeutete: Er bekam einen Ring aus Aluminium um sein Bein mit einer Nummer, die nun in der offiziellen Vogelwarte, die auf Helgoland ihren Sitz hat, in den Akten geführt wird.

Der Ring wird mit einer Zange vorsichtig zusamemngebogen.

Allerdings spielt diese Beringung im Alltag keine Rolle, weder für den Uhu noch für die Menschen. Deshalb ist er auch nicht farbig wie die Ringe einiger anderer Vogelarten, denn der Uhu ist nun mal ein Nachttier und da würde man die Farbe sowieso nicht erkennen. Lediglich wenn der traurige Fall eintreten würde, dass man ihn tot finden würde, könnte man über den Zahlencode auf seinem Ring in der Vogelwarte zurückverfolgen , woher er kommt und wie alt er geworden ist.

Unser kleiner Uhu war allerdings gar nicht mehr so klein, und kam uns aus dem Nest schon entgegen. Er flatterte gleich auf den Waldboden, als wir die Leiter anstellten. Aber er ließ sich leicht greifen und wirkte auch nicht besonders besorgt.

…eingefangen…

Keine Sorge, auch wenn der kräftige Hakenschnabel und die Krallen, mit denen er ja nun lernen wird, seine Beute zu „erdolchen“ oder exakter gesagt: zu erlegen, in diesem jungen Alter schon imposant aussehen, verletzte er niemanden damit. Dennoch gab er laut und deutlich seine Warnlaute ab. Die macht er mit dem Schnabel und sie klingen wie ein lautes Klacken.

Ich bin hier der Größte!

Nach der Beringung setzten wir ihn auf den Boden, wo er sich geradezu als „Shootingstar“ präsentierte. Als Drohgebärde spannte er seine Flügel auf, er zeigte aber keine Fluchtreaktion. Na dann wünschen wir ihm ein erfreuliches Weiterleben!

 

NABU Ostangeln mit neuem Vorstand

Nachdem sich bei der letzten Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2017 des NABU Ostangeln keine ausreichende Zahl von Kandidatinnen oder Kandidaten für die Vorstandswahl fand, konnte jetzt bei einer weiteren Versammlung ein neuer Vorstand gewählt werden. Die Mitglieder des neuen Vorstandes sind: Martin Willers, Vorsitzender; Felix Eder, stellv. Vorsitzender; Margit Strahlendorf, Kassenwartin und Antje Willers, Schriftführerin. Des Weiteren sind als Beisitzer*innen tätig: Gerhard Herchet, Holger Tüxen, Malte Dallmeyer, Berthold Surm und Eva Eder. So gibt es jetzt wieder einen engagierten Anwalt für Natur und Umwelt im östlichen Angeln. Ziel des neuen Vorstandes ist es, mehr Menschen für die aktive Arbeit in Sachen Natur zu gewinnen. So wies Martin Willers extra darauf hin, dass auch Vorstandssitzungen öffentlich für interessierte Menschen sind. Alle Termine sowie auch die Adressen für die Ansprechpartner findet man hier auf der Homepage des NABU-Ostangeln: www.nabu-ostangeln.de . Martin Willers und Gerhard Herchet verabschiedeten gemeinsam die bisherige, zuletzt kommissarisch tätige, Vorsitzende Dagmar Struß und dankten ihr für ihre Arbeit.

Ein Blick zurück – Frühjahr in der Birk

Hier gibt es einen Rückblick auf die Ereignisse in der Geltinger Birk im Frühling 2017.

Naturerlebnistag 2017

Es ist ja schon Tradition: Am Muttertag im Mai ist auch Naturerlebnistag in Falshöft. So auch in diesem Jahr. Mit Spannung hatten wir in den vorangegangenen Tagen die Wetterentwicklung beobachtet, denn davon ist nun mal bei einem Fest, das draußen stattfindet, ganz viel abhängig. Aber wir hatten Glück: Die Sonne strahlte und die Menschen auch! So besuchten wieder sehr viele Besucher*innen die Veranstaltung mit ihren zahlreichen Ständen.

Der NABU Ostangeln hatte in diesem Jahr die Insekten zum Thema gemacht.

Die Entwicklung der Insektenpopulation in Deutschland ist erschreckend. So geht 2016 aus Zahlen des Landesamtes für Umwelt in Nordrheinwestfalen hervor, dass schon 75% der Insekten verschwunden sind . So bot der NABU einfache Möglichkeiten an, den Insekten durch artgerechte künstliche Bruthilfen und „Wohnstätten“ zu helfen. Es wurden Insektenhotels als „mehrstöckige Bauwerke“ oder einfach als Stammabschnitte mit vielen Bohrungen hergestellt. In den mehrstöckigen Insektenhotels wurden die Fächer mit unterschiedlichen trockenen Materialien gefüllt, z.B. Schilfgrasrohrstücke, Kiefernzapfen, Heu, Sägespänen und Holzstücken die mit gebohrten Löchern (8mm Durchmesser, ca. 7 cm tief) versehen wurden. Hier legen Solitärbienen ihre Eier ab und verschließen den Hohlraummit einer Art „Zement“-spachtel, den sie selber herstellen. Die Eier werden zumeist zusammen mit einem erbeuteten Insekt dort eingeschlossen. Die Beute dient der Ernährung des Eis und später der Larve, die dann im nächsten Jahr wieder als fertiges Insekt die Brutröhre verlässt.

  • Christoph hilft

Zusätzlich wurden als Quartier für Ohrwürmer Tonblumentöpfe mit Stroh oder Heu gefüllt, welche man dann im Obstgarten in die Bäume hängen kann. Ohrwürmer sind nämlich beste Helfer im Garten gegen Blattlausbefall.

  • Eva und Felix bieten ein Quartier für Ohrwürmer

An einem zweiten Stand machte Holger Tüxen Angebote zum Thema Gesteine. So konnten die Besucher*innen „Gold“-waschen und Gesteinsarten entdecken. Außerdem konnte man in einem Aquarium Süßwasserlebewesen beobachten.

  • beim "Gold"-waschen

Aber es gab auch viele andere Stände auf dem Gelände des Naturerlebnistages, z.B. die Jäger boten Nistkastenbau an,  der Natur- und Waldkindergarten war vertreten, es gab eine Feuerstelle, wo man Stockbrot backen konnte, ein Holzdrechsler bot die Möglichkeit, selber etwas zu drechseln – und zwar ohne elektrischen Strom – Pferde, Schafe und zwei Galloway-Rinder waren als vierbeinige Vertreter dabei sowie ein Stand für die Verarbeitung von Seegras zu Decken und Kissen. Außerdem konnten sich die Kinder in einer Strohburg vergnügen und für das leibliche Wohl war mit einem Kuchen- und Getränkestand des Fördervereins Integrierte Station Geltinger Birk e.V. und einem Imbisswagen mit Bioland-Wurst und Frikadellen vom Gallowayrind des Rinderbetriebes Bunde Wischen eG bestens gesorgt.

 

Es war ein gelungenes Fest mit einem guten Informations- und auch praktischem Angebot zum Thema Natur.

Copyright © 2012 NABU Ostangeln sowie Medienagentur birdfish