NABU Ostangeln

Frühjahrsputz an der Birk

Auch in diesem Frühjahr fand wieder die große Strandreinigung an der Geltinger Birk statt als Gemeinschaftsaktion des NABU, der Integrierten Station Falshöft und der Gemeinde Nieby. Viele Erwachsene und Kinder – vor allem aus den Grundschulen in Steinbergkirche und in Gelting – nahmen engagiert teil.

Treffen an der Mühle Charlotte

Treffen an der Mühle Charlotte

Das Wetter spielte mit, die Sonne schien und so konnte es losgehen. In verschiedenen „Trupps“ liefen alle in   Reihen auf dem Strand vom Spülsaum bis zum Wanderweg und sammelten den Müll auf, der im vergangenen Jahr angespült bzw. aus dem Meer auf den Strand geweht worden war. Eine Surfbretthälfte, unzählige Netzreste, Bündel von Angelsehnen, leere Flaschen und Bierdosen, Badelatschen, Plastikspielzeug, ein Handy, Seile und vor allem sehr viel Plastikmüll landeten erst durch die helfenden Hände der Mitarbeiter der Integrierten Station auf der Ladefläche des Geländewagens und dann schließlich im Müllcontainer. Nur eine Flaschenpost – wie in den Jahren zuvor – fand sich in diesem Jahr nicht. Dafür entdeckten Kinder das Skelett eines Schweinswals, was mit einer Mischung aus großer Spannung und etwas Gruseln aufgenommen wurde.
Der Müll ist ein großes Problem für viele Tiere, nicht nur für die, die am Küstenstreifen der Birk leben. So „fressen“ Vögel z.B. den Müll, weil sie ihn mit Nahrung verwechseln. Insbesondere Plastikteile und kleine Aluminiumteile, wie die Verschlüsse von Getränkedosen, finden sich in den Mägen von verendeten Vögeln. Diese haben nach der Aufnahme des Mülls das Gefühl, einen vollen Bauch zu haben. Aber sie verhungern dennoch, weil sie den Müll natürlich nicht verdauen können. Der Plastikmüll wird durch die Wellen zerrieben oder durch die Sonnenstrahlung zerkleinert und zerfällt dann in Millionen von Kleinstteilen, die man nicht mehr sammeln kann. Diese kleinen Teile reichern sich dann auch in den Fischen an, die wir später vielleicht auf den Mittagstisch bekommen. Man könnte sagen: „Da haben wir die Bescherung!“ – aber diese ist gesundheitsgefährdend für Tier und Mensch! Deshalb sollten wir alle möglichst viele Plastikgegenstände, wie z.B. Plastiktüten, vermeiden helfen!
Auch die Netzreste und Angelsehnen sind für Tiere sehr gefährlich. So verheddern sich Schweinswale leicht in den treibenden Netzen und müssen dann ertrinken und Vögel verhaken sich leicht mit ihren Füßen in den Knäulen von Angelsehnen und sind dadurch gefangen.
Spannend ist bei der Reinigungsaktion an der Birk natürlich, dass man nur an diesem Tag über Strandabschnitte gehen darf, die sonst zum Schutz der dort lebenden und brütenden Vögel für Spaziergänger gesperrt sind.
Im Anschluss an das fleißige Sammeln gab es heiße Suppe in der Integrierten Station, die die Gemeinde Nieby gestiftet hatte und dazu Getränke, finanziert vom NABU.

Allen Helferinnen und Helfern, den großen und kleinen, ein herzliches Dankeschön für die tolle Hilfe für diesen Schutz der Tiere!

Nachdem nun schon im Herzens Kappeln jede Menge Grün weichen musste und Jahrhunderte alte Gärten einfach niedergerissen wurden, muss um die nächsten Schrebergärten gebangt werden. In Süderbrarup sollen die Gärten einer neuen Schule weichen – obgleich es einen Standort gäbe, der keine Konflikte mit sich brächte.

Zum aktuellen Stand liest man in der SHZ vom 20. Mai 2014.

Kleingärtner

Kleingärtner sorgen sich um ihre Grundstücke

 

Geert-Henning Schauser, Mitglied beim NABU Ostangeln und regionaler Fledermausobmann, hat für seinen Heimatort Steinberg einen Baumführer erstellt.

Mehr  über dieses schöne Projekt erfährt man in der SHZ vom 16. Mai 2014

Schauser mit der Baumfibel

Den Warnungen und Empfehlungen des NABU-Ostangeln zum Trotz, will die Gemeinde an ihren Plänen für Wackerballig festhalten. Die Versiegelungen an Land- und Wasserseite gehen weiter.

Besonders die Wasserhäuser liegen dem NABU auf der Seele, denn sie stören das Ökosystem erheblich, wie man in der Stellungnahme der Ortsgruppe nachlesen konnte.

Des weiteren wird die schöne Aussicht auf die Förde mit der dänischen Landseite demnächst fehlen.

Zum aktuellen Stand liest man in der SHZ vom 9. April 2014.

Zeitungsausschnitt

SHZ Artikel vom 9. April 2014

 

 

Pressemeldung der SHZ vom 30.3.14

SHZ vom 30.3.14

Die Landesvertreterversammlung des NABU Schleswig-Holstein bestätigte seinen Vorstand mit Hermann Schultz als Vorsitzendem im Amt.
Umweltminister Habeck stellte sich der Kritik der Naturschützer zum Thema Stellnetze. Hier schlug ihm größtes Unverständnis zu den freiwilligen Vereinbarungen mit der Fischerei entgegen.
Habeck gab allerdings auch ein Resumee von Fortschritten für den Naturschutz und für die Zukunft kündigte er ein neues Naturschutzgesetz für das Land an. Verankert werden soll u.a. auch, dass künftig 10 Prozent der Landesforsten als Naturwald ausgewiesen werden.
Presse: SHZ vom 30.3.2014

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