1.000 Arbeitsplätze wurden seiner Zeit für „Port Olpenitz“ versprochen. Zeit und Geld sind vergangen, der Name wurde geändert und von Arbeitsplätzen ist keine Rede mehr. Jedes neue Haus, das dafür sorgt, dass nicht eine große Ruine alles ist, was von den hochfliegenden Plänen bleibt, wird freudig begrüßt und als Fortschritt bejubelt.
Nachdem nun eine Reihe von Änderungen bereits durch die Gremien durchgewunken wurden, hat die 5. Planänderung des B-Plans 65 eine neue Qualität erreicht. Statt des versprochenen Hügels, der sich besser in die Landschaft einpassen und Infrastruktur unter seinem begrünten Dach verstecken sollte, stehen nun 11 bis zu 22 Meter hohe große Hallenklötze auf dem Plan und der einstig versprochenen Flusslandschaft wurde das Wasser abgelassen.

Der NABU hat mit anderen Naturschutzverbänden gemeinsam gegen die damalige Planung Port Olpenitz geklagt und damit vor dem OVG Schleswig recht bekommen. Vor Gericht ging es aber nicht nur darum, dass der Naturschutz nicht ausreichend berücksichtigt wurde, sondern dass auch diverse Planungsfehler darüber hinaus bestanden. Kurz gesagt, der Plan wurde als ungültig erklärt.
Da wir nicht wollten, dass das Projekt sich um Jahre verzögert, haben wir in ein Gespräch eingewilligt. Ministerpräsident Carstensen und Grünen-Chef Habeck vermittelten bei den Gesprächen. Hier haben wir gemeinsam mit Planer und Investor Kompromisslösungen erarbeitet. Diese wurde dann zu dem Bebauungsplan mit Hügel und Wasserlandschaft, auf den wir uns heute beziehen.
Da der jetzige Investor plante, diese Vereinbarung nun einseitig aufzukündigen, hat der NABU interveniert und diese Stellungnahme im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung abgegeben.

 

Stand: Oktober 2015


 

Mit dem Wechsel in der Planung gingen einige Änderungen einher, die nach und nach durch die Gremien durchgewunken wurden und werden sollen.

Dem NABU liegen besonders die geplanten 100 Wasserhäuser auf der Seele, da sie Wasserflächen versiegeln und gleich eine Reihe von Minuspunkten in dem ökologisch so sensiblen Gebiet mit sich bringen.

Ansonsten war da noch der Zaun, der seit Jahren stehen soll. Immer noch steht da ein Provisorium. Den Schutz des für Wasservögel so wichtigen Bereichs haben wir uns anders vorgestellt.

Zu den aktuellen Plänen hat der NABU nach Aufforderung durch die Stadt Kappeln eine
Stellungnahme erarbeitet. Hierin wird besonders auf die Probleme der Lichtverschmutzung hingewiesen, die durch ein gutes Lichtkonzept abgemildert werden könnten.

Stand: Mai und Juli 2014

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