FFH

Den Warnungen und Empfehlungen des NABU-Ostangeln zum Trotz, will die Gemeinde an ihren Plänen für Wackerballig festhalten. Die Versiegelungen an Land- und Wasserseite gehen weiter.

Besonders die Wasserhäuser liegen dem NABU auf der Seele, denn sie stören das Ökosystem erheblich, wie man in der Stellungnahme der Ortsgruppe nachlesen konnte.

Des weiteren wird die schöne Aussicht auf die Förde mit der dänischen Landseite demnächst fehlen.

Zum aktuellen Stand liest man in der SHZ vom 9. April 2014.

Zeitungsausschnitt

SHZ Artikel vom 9. April 2014

 

 

Der NABU Ostangeln und die IGU nehmen gemeinsam Stellung zu dem Bauprojekt ‚Schleiterrassen‘

An der Schlei - Foto: Weide / Moinmoin

Dieter Rackow (IGU) und Dagmar Struß (NABU Ostangeln) zeigen am Schleiufer, wo das Bauprojekt in die Natur eingreifen soll – Foto: Weide / Moinmoin

Zu lesen in der Moinmoin

Das eigentlich durch europäisches Recht streng geschützte artenreiche Grünland wird in dramatischem Ausmaß zerstört.

 

Wiese

Wiese mit Bachlauf

Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie des NABU zur Situation von artenreichem Grünland im süddeutschen Raum. „Es ist ein Versagen der Agrarpolitik, dass unsere Bauern blumenbunte Wiesen und artenreiche Weiden nicht länger erhalten können. Hier brauchen wir dringend einen Kurswechsel“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die NABU-Studie betrachtet die Entwicklung des durch die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) geschützten Grünlands an verschiedenen Standorten in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Den Erhebungen zufolge gingen innerhalb von fünf Jahren in den untersuchten Gebieten durchschnittlich 35 Prozent Grünland verloren, in einzelnen FFH-Gebieten sogar bis zu 54 Prozent. Die Gründe dafür liegen vor allem in der Intensivierung und Umwandlung der Wiesen in Ackerland.

Extensiv genutztes, artenreiches Grünland ist ein aus Naturschutzsicht prioritärer Lebensraum von besonderer Bedeutung. Etwa 50 Prozent aller in Deutschland vorkommenden Pflanzenarten sind diesen Flächen zuzuordnen. Zudem ist artenreiches Grünland von hohem landschaftskulturellem und ästhetischem Wert und prägend für zahlreiche Tourismusregionen. Trotzdem findet die schleichende Entwertung dieser Wiesen und Weiden bislang wenig Beachtung. Der hohe Intensivierungsdruck ergibt sich aus niedrigen Preisen für Milch und Rindfleisch sowie zunehmend auch aus der Förderung der Biogaserzeugung. „Erhebliche Verschlechterungen des Erhaltungszustands von europäisch streng geschütztem FFH-Grünland sind rechtlich nicht vertretbar“, so Tschimpke. Der NABU prüfe daher juristische Schritte gegen diese politisch subventionierte Naturzerstörung. „Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik nach dem Prinzip ‚Geld gegen Leistung‘ überfällig ist, damit die Pflege und Nutzung von artenreichem Grünland für Landwirte wieder eine attraktive Perspektive bietet“, sagte NABU-Agrarexperte Florian Schöne.

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