Schleswig-Holstein

Den Warnungen und Empfehlungen des NABU-Ostangeln zum Trotz, will die Gemeinde an ihren Plänen für Wackerballig festhalten. Die Versiegelungen an Land- und Wasserseite gehen weiter.

Besonders die Wasserhäuser liegen dem NABU auf der Seele, denn sie stören das Ökosystem erheblich, wie man in der Stellungnahme der Ortsgruppe nachlesen konnte.

Des weiteren wird die schöne Aussicht auf die Förde mit der dänischen Landseite demnächst fehlen.

Zum aktuellen Stand liest man in der SHZ vom 9. April 2014.

Zeitungsausschnitt

SHZ Artikel vom 9. April 2014

 

 

Vortragsveranstaltung am 7. November 2013

Wölfin im Wildpark Eekholt

Wölfin im Wildpark Eekholt | Foto: Struß

Erstmals seit über 1 50 Jahren gibt es sie wieder: Wölfe in Deutschland. Die Präsenz von Wölfen in unserer Kulturlandschaft stellt die Menschen in Deutschland vor neue Heraus-forderungen: Seit über 150 Jahren haben wir keine Erfahrung mit frei lebenden Wölfen mehr. Ein Großteil der Bevölkerung begrüßt die Rückkehr des Wolfes. Allerdings gibt es auch viele Fragen, die die Menschen bewegen. So lesen wir in der Presse z.B. immer wieder von Wölfen, die Schafe gerissen haben, obwohl Nutztiere in der Statistik des Wolf-Speiseplans nur einen Anteil von 0,8 Prozent ausmachen.

Mittlerweile sind mindestens vier Wölfe in Dänemark nachgewiesen, die dorthin über Schleswig-Holstein eingewandert sind, in Mecklenburg-Vorpommern haben sich Wölfe angesiedelt und in Niedersachsen sind bereits Wolfsrudel nachgewiesen. Seit einiger Zeit gibt es auch Wolfsnachweise bei uns und es ist davon auszugehen, dass sich auch hier nach und nach Wölfe ansiedeln. Ein aktueller Fal l ist der „Dithmarscher Wolf“ , der über Monate hinweg immer wieder im selben Gebiet gesichtet wurde.

Da uns das Wolfsthema auch im NABU-Ostangeln beschäftigt, haben wir aktuell eine kleine, informative Ausstellung hierzu in der Integrierten Station in Fal shöft aufgebaut.
Wann wird wohl der erste Wolf bei uns auf der Geltinger Birk auftauchen? Würde ihm der Wildbestand hier in der Region
überhaupt ausreichen, um sich hier niederzulassen?
Was müssen Schafshal ter/innen tun, um ihre Tiere mögl ichst effektiv zu schützen?
Unsere Bodenbrüter haben bereits reichlich Mühe, in Anbetracht ihrer zahl reichen Feinde Nachwuchs hochzuziehen. Wird es mit dem Wolf noch schwerer? Oder wird er helfen, die Feinde zu dezimieren? Diese und einige Fragen mehr kann der Wolfsexperte Jens Matzen beantworten.

Wenn irgendwo im Lande ein Wolf gesichtet wird, tritt Jens Matzen vom Wolfsinformationszentrum Schleswig-Holstein im Wildpark Eekholt auf den Plan. Er ist in Schleswig-Hol stein verantwortlich für das Monitoring der Wölfe, für Rissgutachten und für den Herdenschutz. Wir freuen uns sehr, mit Jens Matzen einen so überaus kompetenten Referenten zum Thema Wölfe gefunden zu haben.

Vortrag zum Thema Wölfe

Donnerstag, 7. November 201 3

um 18.00 Uhr

in der Integrierten Station Falshöft

(Falshöft 11, 24395 Nieby)

Die Libellensaison hat begonnen!
Bundesweit gibt es rund 80 Libellen-Arten. 65 davon sind in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. Von diesen sind 47 Arten heimisch und aktuell vorkommend. Die Artenzahl ist im Vergleich zu anderen Bundesländern hoch.

Kleine Königslibelle

Kleine Königslibelle – Foto: ‚Accipiter‘ / Wikipedia

Aufgrund der Klimaveränderungen haben wir auch eine Reihe von Libellen hinzubekommen, die hier zuvor nicht heimisch waren. Hierzu gehört u.a. die wärmeliebende Feuerlibelle.

Die ebenfalls wärmeliebende ‚Kleine Königslibelle‘ galt in Schleswig-Holstein seit den 70er Jahren als verschollen. 2010 wurde sie in der Region Plön wiederentdeckt und eine erfolgreiche Vermehrung nachgewiesen.

Wer sich intensiver mit der Welt der Libellen beschäftigen möchte, sollte sich den neuen NABU-Feldbestimmungsführer für die Libellen Norddeutschlands anschaffen, der im vergangenen Sommer erschienen ist.

Auf 374 Seiten können mit diesem Geländeschlüssel alle 76 Libellenarten der norddeutschen Bundesländer bestimmt werden. Darüber hinaus werden diese Arten jeweils mit beeindruckenden Fotografien und tollen Zeichnungen vorgestellt.

Der Feldführer und die dazugehörige DVD kosten 19,80 € (für NABU Mitglieder 14,80 €). Sie erhalten ihn bei der NABU Landesgeschäftsstelle in Neumünster, Färberstr. 51, 24534 Neumünster, info@nabu-sh.de

Die extensive Beweidung mit Rindern, manchmal auch mit Pferden und Schafen, wird als die wohl effektivste Pflegemaßnahme für größere Naturschutzflächen anerkannt.

Koniks

Beweidung halboffener Landschaft auf der Geltinger Birk. Foto: G. Herchet

Ziel ist in den meisten Fällen die Entwicklung halboffener Landschaftsbereiche, deren von Büschen und Bäumen, Feuchtgebieten und oftmals auch Trockenflächen durchsetzte Gras- und Staudenfluren in ihrer Strukturvielfalt einer großen Zahl an Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bieten. Die Extensivbeweidung dient jedoch nicht nur dem Naturschutz. Sie bindet die Landwirtschaft mit ein und gibt dieser selbst für anderweitig ökonomisch und ökologisch nicht tragfähig zu bewirtschaftende Flächen eine Perspektive. Wie bei fast allen landwirtschaftlichen Segmenten ist auch sie auf Agrarbeihilfen aus dem EU-Haushalt angewiesen. Und genau diese werden ihr jetzt von der staatlichen Landwirtschaftsverwaltung streitig gemacht.
Einen ausführlichen Artikel zu dem Thema lesen Sie beim NABU Schleswig-Holstein

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